
Wenn eine Urkunde zum Geschenk wird
Landrat Ben Schwarz überreicht der Haarländer GmbH Auszeichnung für deren Engagement im Klima- und Umweltschutz – um kurz darauf über 115 Jahre Firmengeschichte zu staunen
Stand: 15.10.2026
Eine Umwelt- und Klimapakturkunde als „Geburtstagsgeschenk“? So schnell kann es gehen. Denn eigentlich war Landrat Ben Schwarz vorbeigekommen, um besagte Auszeichnung zu überreichen. Dann aber zeigte sich, dass die Firma Haarländer auf 115 Jahre Geschichte blicken kann. Folglich gab es doppelte Glückwünsche, aber auch interessante Einblicke.
Aus gegebenem Anlass standen zunächst die zahlreichen Maßnahmen im Mittelpunkt, mit denen das ISO-zertifizierte Unternehmen seine Nachhaltigkeit verbessert. Derer gibt es viele, wie Landrat Schwarz von den beiden Geschäftsführern Georg Brenner und Thomas Stenzel erfuhr: im Kleinen durch die Reduzierung des Papier- und Materialverbrauchs – Stichwort Digitalisierung –, im Größeren durch gezielte Investitionen in die Energieeffizienz. Dazu zählen die Umstellung auf LED-Beleuchtung sowie die Anschaffung einer neuen zentralen Heizungsanlage und moderner Kompressoren. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen das Ziel, die Lebensdauer seiner Maschinen zu verlängern. Weitere Maßnahmen sind der Ausbau der E-Mobilität und der Ladeinfrastruktur für den eigenen Fuhrpark sowie für Gäste mit Elektrofahrzeugen, ein verbesserter Sonnenschutz und eine geplante PV-Anlage.
„Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie“, betonte Thomas Stenzel. Eine Einstellung, die Landrat Ben Schwarz gefällt. Den Austausch dazu hält er für umso wichtiger. „Nur gemeinsam können wir weiterkommen.“ Denn ein Überstülpen von Vorgaben oder Regeln, die an der Realität vorbei gehen, würden nicht helfen. „Wir müssen das unterstützen, was von der Basis kommt, zuhören und dann gute Lösungen suchen.“
Als sehr interessant erwies sich die Firmengeschichte, in die das Geschäftsführerduo Brenner/Stenzel einführte. Zum Kundenstamm gehören Abnehmer im Bereich Energie- und Infrastruktur, Medizin- und Elektrotechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Gebäudetechnik sowie Transport und E-Mobilität. 1911 gegründet, fertigt das Unternehmen mit Sitz an der Lände heute Spezialprodukte aus hochwertigen Litzen und Geflechten aus Kupfer, kupferbasierten Legierungen und Sonderwerkstoffen.
Klingt kompliziert – und ist es auch. Dennoch Das Know-how hat sich die Firma mit Wurzeln in Georgensgmünd und einem (fast 80 Jahre andauernden) „Zwischenstopp“ in Eckersmühlen selbst erarbeitet und kommt nicht von ungefähr. Am Anfang des weltweit erfolgreichen Unternehmens standen Geschenkbänder und leonische Waren.
Als Stärken des Traditionsbetriebs machen die Geschäftsführer Flexibilität, Schnelligkeit und für die Kunden maßgeschneiderte Lösungen aus. Dass ein höchster Qualitätsanspruch an die Materialien hinzukommt, entspricht der Geschäftsphilosophie. Zu der auch ein auf vier Säulen basierender Wertekodex gehört: Bodenständigkeit, Mut, Neugier und Kompetenz.
Diese Einstellung ist es, die Landrat Ben Schwarz an den Mittelständlern in der Region neben vielem anderen so schätzt. „Hier gilt noch ein Wort, hier werden Kunden, Menschen und Mitarbeiter gesehen.“ Das wiederum biete Raum für Innovation und Leistungswillen, zudem mit fachlichem Können eine beste Basis für Erfolg.
Weil die Haarländer GmbH dies Alles sogar noch klima- und naturfreundlich umsetzt, ist das dem Bayerischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz besagte Urkunde wert. Die Rother sind damit Teil einer knapp 1500 „Mitglieder“ zählenden Gruppe geworden, die sich diesem Anspruch aus Überzeugung stellt und verschrieben hat.
Für Georg Brenner eine Grundsatzentscheidung. „Wir freuen uns sehr, nun offizieller Teilnehmer des Umwelt- und Klimapakts Bayern zu sein. Diese Partnerschaft steht für unser klares Bekenntnis zu nachhaltigem Wirtschaften und verantwortungsvollem Handeln.“