
Honig aus dem Landkreis Roth
Honig ist ein beliebtes Naturprodukt um uns das Leben zu versüßen. Schon in der Antike wurde der Honig verehrt und seine Vorzüge geschätzt. Heimisch erzeugter Honig ist nicht nur eine „original regionale“ Delikatesse, sondern kann auch der Gesundheit helfen.
Honig gehört aber auch zu den am meisten verfälschten Lebensmitteln.
Weniger als die Hälfte des Verbrauchs in Deutschland stammt von heimischen Bienen, die größere Hälfte u.a. aus Südamerika und China. Honig gibt es in vielen verschiedenen Qualitäten, je nach Region, Erntezeitpunkt und vorhandener Tracht. Er wird in konventioneller Tierhaltung, nach unterschiedlichen Bio-Standards oder auch industriell produziert. Dabei entscheiden die Imkerinnen und Imker über die Art der Behandlung und Pflege sowie den Standort ihrer Bienenvölker und die Honigverarbeitung. Alles zusammen beeinflusst dann nicht nur den Geschmack, sondern auch die Inhaltsstoffe und letztlich die Qualität des Honigs.
Darüber hinaus sind unsere Bienen und Insekten auch wertvolle Leistungsträger für Landwirtschaft und Biodiversität, betont Stefanie Rother, Kämmerin der Stadt Schwabach und Hobbyimkerin. 12 Imkervereine fördern und verbreiten die Imkerei im Landkreis Roth und der Stadt Schwabach und setzen sich für den Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft ein.
Der Honig vom Imker in ihrer Nähe ist daher in vielfacher Weise die beste Wahl!
Was hat Honig mit Biodiversität zu tun?
Die Honigbiene ist nur eine von etwa 600 Bienenarten, die es in Deutschland gibt.
Sowohl Honigbienen als auch Wildbienen gelten als wichtige Bestäuber unserer Kultur- und Wildpflanzen. Auf der Suche nach Nektar und Pollen bestäuben sie die Blüten ganz nebenbei. Damit leisten sie einen bedeutsamen Beitrag für die Pflanzenvielfalt, aber auch für die Ernährungssicherung von uns Menschen. Denn ohne Bienen und andere tierische Bestäuber, wie Fliegen und Schmetterlinge, würde es einen dramatischen Einbruch der Ernteerträge bei z. B. Erdbeeren, Raps oder Kaffee geben. Neben dem geliebten Honig würden dann auch zahlreiche Obst- und Gemüsesorten vom Küchentisch verschwinden.
Aufgrund der hohen Anzahl von Bienen pro Bienenstock sind die Honigbienen auch in der Landwirtschaft wichtige und hochgeschätzte Bestäuber von Kulturpflanzen. Aber auch die Bestäubungsleistung von Wildbienen darf keinesfalls unterschätzt werden. Nicht selten sind Wildbienen durch die Anwendung unterschiedlicher Bestäubungstechniken und Anpassungen an spezielle Blütenformen effizientere Bestäuber als Honigbienen. Auch in Schlechtwetterphasen sind Blühpflanzen auf Wildbienen angewiesen. Hummeln, Sandbienen und Mauerbienen etwa gehören zu den früh im Jahr fliegenden Bienen und fliegen – anders als die Honigbiene – auch bei ungemütlichen Wetterverhältnissen.
Praxis-Tipps:
Auch auf dem Balkon oder im Garten kann jeder und jede einen wichtigen Beitrag für mehr Vielfalt leisten. Mit den richtigen Pflanzen und vielfältigen Strukturen schafft man wichtige Lebensräume für Bienen und Co.
Hier ein paar Praxis-Tipps:
- Die Mischung macht’s! - Ein „blühendes Büffet“ mit einer Vielfalt an früh- und spätblühenden Stauden ernährt eine Vielzahl von Bienen und anderen Insekten.
- Ungefüllte statt gefüllte Blüten - Gefüllte Blüten sind zwar schön anzusehen, aber für Insekten eine echte Mogelpackung. Denn für Bienen und Co. gibt es bei gefüllten Blüten nichts zu holen.
- Auf den Einsatz von Pestiziden im heimischen Garten verzichten und natürlichen Alternativen zur Schädlingsbekämpfung den Vortritt geben.
- Wildbienen-Wiesen - Heimische Wiesenkräuter und -blumen wie etablieren sich auf mageren Standorten. Und dafür muss man häufig gar nichts tun, nicht einmal den Rasen mähen. Vielen fällt es schwer auf das samstägliche Ritual zu verzichten, doch wird der Rasen frühestens ab Juni und dann noch einmal im zeitigen Herbst gemäht, freuen sich eine Vielzahl von Insekten und heimischen Pflanzen.
- Nistplätze für Wildbienen schaffen – Neben Nisthilfen in Form von Holzblöcken mit Bohrungen oder Röhren aus Bambus und Schilf stellen wilde Ecken im Garten und auch Totholz wichtige Kinderstuben für Wildbienen dar. Da ein Großteil der heimischen Wildbienen im Boden nistet, eignen sich auch unbewachsene, sandige bis lehmige Bodenstellen und künstliche Steilwände im Garten ganz besonders als Nistgelegenheiten.
Das Motto für einen bienenfreundlichen Garten oder Balkon lautet also: je strukturreicher und naturnaher, desto mehr Summen und Brummen.