Wünsche zum Weltbienentag

Kreisentwicklung weist auf den Wert regionalen Honigs hin – und gibt Tipps, was jeder für die pelzigen Helfer tun kann
Stand: 17.05.2026

Am 20. Mai ist Welttag der Bienen und damit die perfekte Gelegenheit, die gestreiften Wesen und ihre unerlässliche Arbeit für Mensch und Natur zu feiern. Sie liefern leckeren, gesunden Honig und leisten ganz nebenbei einen erheblichen Beitrag für die Pflanzenvielfalt. Damit das so bleibt, startet die Kreisentwicklung einen kleinen Aufklärungsappell.

Wie fleißig die kleinen Insekten tatsächlich sind, beweisen fast unglaublichen Fakten, die Anne Landmann aus dem Landratsamt dafür zusammengetragen hat. Für ein einziges Glas Honig müsste eine Biene eine Strecke zurücklegen, die fast einer dreimaligen Umrundung des Äquators entspricht. In einem Glas Honig steckt die Arbeit von rund 23 000 Insekten, die dafür etwa drei Millionen Blüten „besuchen“. Kurzum: „Honig ist ein kostbares Naturprodukt.“

Doch Honig ist nicht gleich Honig, betont Landmann. Aus industrieller Produktion gehört er zu den am meisten verfälschten Lebensmitteln. Häufig wird er aus Kostengründen mit billigen Sirupen gestreckt – was nicht auf der Verpackung angegeben werden muss. Folglich wisse der Kunde oft gar nicht, was er sich da aufs Brot schmiert oder in den Tee mischt.

Zudem stammen nur rund 20 Prozent des Verbrauchs in Deutschland aus heimischer Produktion, der größere Teil wird unter anderem aus Südamerika und China geliefert. „Meist ist aus diesen Ländern nichts über die Herstellungsweise bekannt.“ Der Honig vom Imker aus der Nähe sei daher immer die bessere Wahl. „Regionale Erzeuger stehen nicht nur für eine artgerechte Bienenhaltung und eine hohe Qualität der Produkte“, unterstreicht auch Landrat Ben Schwarz. „Sie setzen sich mit ihren Bienen ganz nebenbei für den Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft ein und prägen damit das blühende Gesicht der Region.“

Im Landkreis sind zahlreiche Imkerinnen und Imker sowie elf Vereine aktiv. Eine neue Online-Anwendung hilft, schnell und bequem den passenden Verkäufer zu finden: Mit unserer Online-Anwendung „Echt. Regional. Handgemacht.“ finden die Nutzenden, die unter dem Suchkriterium „Honig“ automatisch alle registrierten Imkereien. Wer die Daten lieber analog und in gedruckter Version vorliegen hat, für den gibt es die Direktvermarkter-Broschüre mit dem gleichen Angebot. Sie liegt im Landratsamt, den Gemeindeverwaltungen und in Hofläden zur kostenlosen Mitnahme aus.

Nicht nur mit dem Kauf von regionalem Honig können Bürger etwas für die heimischen Bienen tun: „Auf dem Balkon oder im Garten kann jeder unseren Bienen ein leckeres Buffet an Blumen und Gräsern bieten“, betont Anne-Karina Landmann. Dieses „Buffet“ sollte unter anderem aus einem Angebot an früh- und spätblühenden Stauden sowie aus heimischen Wiesenkräutern und -blumen bestehen. „So finden Bienen über viele Monate hinweg genug Nektar, um uns auch weiterhin mit leckerem heimischem Honig zu versorgen.“

Kreisentwicklung Landkreis Roth