Gemeinsam die Zukunft des Landkreises Roth gestalten

Wie kann der Landkreis Roth auch in zehn, 20 oder mehr Jahren ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort sein? Mit genau dieser Frage hat sich das Regionalmanagement des Landkreises Roth intensiv auseinandergesetzt. Im Jahr 2025 wurde dafür das Leitbild Regionalentwicklung erarbeitet – als gemeinsame Zukunftsvision von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft.

Beteiligung als Grundlage für eine starke Zukunft

Im Mittelpunkt des Leitbildprozesses stand die Partizipation. Ziel war es, zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven einzubinden und gemeinsam Herausforderungen, Chancen und Ziele für die zukünftige Entwicklung des Landkreises zu definieren.

Dazu führte das Regionalmanagement Interviews mit allen 16 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie dem Landrat und tauschte sich mit Schlüsselpersonen aus Wirtschaft und Verbänden aus. Ein zentraler Baustein war zudem eine Zukunftswerkstatt, zu der Landrat Ben Schwarz rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Kreispolitik und Verwaltung eingeladen hatte. 

Fakten, Trends und Herausforderungen

Als fachliche Grundlage stellte das Planungsbüro Baader Konzept aus Gunzenhausen relevante Zahlen und Prognosen vor. Diese zeigen: Auch im Landkreis Roth wird die Bevölkerung älter. Während für einige Gemeinden – etwa Röttenbach, Wendelstein und Rednitzhembach – ein Bevölkerungsrückgang prognostiziert wird, erwarten andere wie Allersberg, Thalmässing, Hilpoltstein und Kammerstein ein Wachstum.

Gleichzeitig bleibt der Landkreis besonders für Familien attraktiv. Der Wohnungsbau ist weiterhin stark von Einfamilienhäusern geprägt, während insbesondere kleinere Wohnungen, Mehrfamilienhäuser sowie Ein- und Zwei-Zimmer-Apartments künftig stärker benötigt werden. Die hohen Bodenpreise unterstreichen die große Beliebtheit der Region.

Das Leitbild als gemeinsame Leitlinie

Aus dem intensiven Beteiligungsprozess entstand ein Zukunftsbild für den Landkreis Roth: eine Leitlinie mit klaren Zielen und Prioritäten für die Regionale Entwicklung. Das Leitbild zeigt, wohin sich der Landkreis entwickeln möchte und welche Themen dabei besonders wichtig sind.

Dabei ist eines klar: Die Umsetzung dieser Ziele kann das Regionalmanagement nicht allein leisten. Sie erfordert die enge Zusammenarbeit von Kommunen, Politik, Verwaltung sowie die aktive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger – als unverzichtbarer Bestandteil einer lebendigen Regionalentwicklung.

Ausblick: Von der Vision zur Umsetzung

Das Leitbild bildet die zentrale Arbeitsgrundlage für das Regionalmanagement. Ab 2028, im neuen Förderantrag, sollen darauf aufbauend konkrete Projekte und Maßnahmen entwickelt werden.

Bereits jetzt konnten wichtige nächste Schritte angestoßen werden: Aufbauend auf dem Leitbild hat die Kreisentwicklung erfolgreich das Bundesförderprogramm RegioStrat eingeworben. Von 2026 bis 2028 wird das Strategische Regionalentwicklungskonzept (SREK) „Landkreis Roth 2040 – Integrierte und resiliente Flächenentwicklung“ erarbeitet. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu definieren und diese schrittweise in die Umsetzung zu bringen – für einen nachhaltigen, zukunftsfähigen und lebenswerten Landkreis Roth.

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Frau Roder